Geschichte der Gemeinde Wittnau - Teil 1

Wittnau liegt etwa 7 km südlich von Freiburg im Breisgau. Mit ihrer 504 ha großen Gemarkung hat die Gemeinde Anteil an einer bemerkenswerten Landschaft. Ihr Kern ist das südlich von Freiburg sich öffnende Hexental, das dort von einer Meereshöhe von 259 m bis auf etwas mehr als 400 m bei Wittnau und Biezighofen ansteigt und sich gleichzeitig zur „weiten Aue“ verbreitert. An seiner Westseite wird es von dem einprägsamen Motiv des Schönbergs (644 m) flankiert, während im Osten der Schwarzwaldrand steil herunterfällt. Das Siedlungsbild wird durch drei auffallende Hügel geprägt: Hasenbuck, Großer Buck und Kapuzinerbuck. Sie werden noch heute für den Weinbau genutzt. Die östliche Gemarkungsfläche hat Anteil am Grundgebirgsschwarzwald und reicht bis zur Westflanke des Freiburger „Hausbergs“ Schauinsland (1284 m).


Hexental ohne Hexen

Abwechslungsreich und vielfältig bietet das Hexental, in dessen Mitte unsere Gemeinde liegt, dem naturinteressierten Wanderer und Erholungssuchenden reichhaltigen Anreiz. Hexen allerdings wird er keine finden. Vielmehr wird angenommen, dass die noch heute die Landschaft prägenden Hecken – in langer Vorzeit mit dem keltischen Wort „hags“ bezeichnet und ein mit einem „Hag“ umgebenes Feld meinend – dem „Hagstal“ den Namen gegeben haben.

Interessanterweise haben sich hier an den beiden Rändern der breiten Hochtalebene Siedlungen gebildet: an der Schwarzwaldseite Biezighofen – und am Fuße des Schönbergs das Namen gebende Wittnau.

Heute siedlungsmäßig zusammengewachsen, sind beide Ortsteile in ihrem jeweiligen Kern nach wie vor deutlich zu erkennen: Biezighofen mit seinen Höfen und ehemaligen Taglöhner- und Handwerkerhäuschen, die zumeist aus dem frühen 19. Jahrhundert stammen – Wittnau mit der Kirche, dem Rat- und Schulhaus, dem Zentrum also, in dem sich das politische, religiöse und kulturelle Leben der Gemeinde abspielt.

Foto Wittnau
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