Geschichte der Gemeinde Wittnau - Teil 3

Die Gemeinde Wittnau in Geschichte und Gegenwart
Ein Kurzportrait von Elfi Harter-Bachmann


Die politische Neuordnung

In der großherzoglich- badischen Zeit stand die Neuordnung der politischen Gemeinde an erster Stelle. Die „Gemeinde Wittnau und Biezighofen“ ist erstmals 1811 nachweisbar, nachdem zuvor jeweils nur von der Gemeinde Wittnau und Gemeinde Biezighofen die Rede war. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat sich dann bis heute die amtliche Bezeichnung „Gemeinde Wittnau“ durchgesetzt.
Die Lebensverhältnisse waren für die Wittnauer wie für die Biezighofener Jahrhunderte lang die gleichen: die allermeisten lebten von der Landwirtschaft und sicherten ihre Existenz mit Ackerbau, Viehwirtschaft und Waldnutzung.

Bereits im Jahre 1801 wurde in Wittnau mit dem Bau des „Alten Schulhauses“ begonnen; genau 100 Jahre später wurde das Rathaus erbaut. Hier konzentrieren sich noch heute die wesentlichen Belange der Gemeinde und ihrer Bürger. Die durch die Verwaltungsreform des Landes gefährdete Selbstständigkeit der Gemeinde konnte 1971 durch den Eintritt in die Verwaltungsgemeinschaft Hexental erhalten werden, zum Vorteil aller Bürger, die den Wert des „Rathauses vor Ort“ nicht hoch genug zu schätzen wissen.

Heute zählt die Gemeinde Wittnau rund 1.450 Einwohner. Die „begehrte Wohngemeinde“ am Rande Freiburgs hat sich zum „modernen Wittnau“ gewandelt, in dem heute mehr als die Hälfte der Bürger zugezogenen sind. Ihr dörflicher Charakter ist jedoch erhalten geblieben; dies ist nicht zuletzt das Verdienst der zahlreichen Vereine und Institutionen, des lebendigen bürgerschaftlichen Engagements, aber auch der aktiven Kirchengemeinde, die für ein lebendiges Gemeindewesen sorgen, das sich gewachsene Traditionen verpflichtet fühlt und gleichzeitig für Neues offen ist.

Foto Wittnau
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