Agenda 21: Gemeinde Wittnau

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Unsere Gemeinde

Bürgerengagement

"Leben im Dorf"

Herr Werner Leupolz
Telefonnummer: 076140 55 43

Beispiele:

  • Dorfladen
  • Patenschaften für Baumscheiben, Pflanztröge, Ruhebänke
  • Problem des Hundekots im Dorf
  • Gewann- und Grenzsteine

"Dorfentwicklung"

Beispiele:

  • Befragung /Auswertung über die künftige Wohnbebauung
  • Umfragen und Ausarbeitungen zum Flächennutzungsplan
  • Diskussionsrunden, Ausarbeitungen zum Thema Ortsmitte

Neben dem besonderen Engagement unserer Vereine über die unter "inWittnau" und dort unter "Vereine" einiges auf den eigenen Seiten der Vereine zu erfahren ist, sollte in diesem Zusammenhang der jüngste Verein "Wittnauer Leben e.V." nicht unerwähnt bleiben. Der Verein "Wittnauer Leben e.V." wurde im Mai 2006 gegründet. Sein Ziel sieht er darin, das Leben in verantwortungsvoller Gemeinschaft in den Bereichen Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur, Umwelt, Landschafts- und Denkmalschutz sowie Jugend- und Altenhilfe zu fördern. Der Verein setzt sich ein für die Erhaltung traditioneller Werte und die Aufgeschlossenheit für neue Impulse und kulturellen Austausch. Auf der eigenen Seite des Vereins erfahren Sie mehr.

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Befragung Dorfentwicklung

Agenda 21 - die Agenda "inWittnau"

Text vom Mai 2004 von Frau Dr. Hallersleben der Agendagruppe "Dorfentwicklung"

Auswertung einer Befragung in der Wittnauer Bürgerschaft über die künftige Wohnbebauung

Der Arbeitskreis „Dorfentwicklung – Bauliche Entwicklung“ hat sich über ein Jahr lang mit der Frage befaßt, wie sich die Wohnbebauung Wittnaus in den kommenden 20 - 30 Jahren entwickeln soll. Wir haben uns intensiv mit dem Regionalplan, dem Flächennutzungsplan und dem Dorfentwicklungskonzept (1990), das vom Gemeinderat angenommen wurde, auseinandergesetzt. Das Ergebnis unserer Arbeit wurde dem Gemeinderat am 14.01.2003 vorgestellt.

Nun wollten wir wissen, wie die Wittnauer Bürgerschaft über die künftige Wohnbebauung denkt, ob deren Ansicht sich mit unserer Auffassung deckt und wo es Abweichungen gibt.
Deshalb haben wir im Oktober 2003 unter der Wittnauer Bürgerschaft eine repräsentative Umfrage durchgeführt. Wir stellen Ihnen eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse vor.

Methode der Befragung

Wir haben – nach einer Beratung durch den Statistiker des Psychologischen Instituts der Universität Freiburg – anhand der Liste der Wahlberechtigten eine Zufallstichprobe von 40 Wittnauer Bürgerinnen und Bürgern ausgewählt. Wir legten somit fest, daß Frauen und Männer gleich verteilt sind – also jeweils 50 %.

Für die Befragung haben wir einen standardisierten Fragebogen aufgestellt. Das bedeutet: Die 18 Fragen waren mit Antwortvorgaben versehen, unter denen die Befragten auszuwählen hatten. Nur wenige Fragen waren offen. Mittels des Fragebogens wurden 40 persönliche Interviews geführt. Die Interviewer waren angewiesen, sich streng an den Wortlaut des Fragebogens zu halten.
Die Befragung brachte folgende Ergebnisse:

Bindung der Bürgerschaft an das Dorf und die Landschaft

Die ersten 8 Fragen des Fragebogens zielten darauf zu erfahren, wie sehr die Befragten an das Dorf Wittnau und die Landschaft gebunden sind. Sie dienten zugleich als „Anwärmfragen“ für die Befragung. Das Ergebnis: Die Wittnauer Bürgerinnen und Bürger wissen die Schönheit des Ortes und vor allem die das Dorf umgebende Landschaft sehr wohl zu schätzen. Sie sind sich bewußt, in einer besonders „privilegierten“ Umgebung zu wohnen. Man kann ohne Übertreibung sagen, daß die Befragten ihre Heimat lieben und emotional sehr mit ihr verbunden sind.

Die Ausdehnung der Wohnbebauung in der Zukunft

In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Einwohnerschaft Wittnaus mehr als verdoppelt, die Anzahl der Gebäude fast verdreifacht. Hinter dieser Entwicklung stand weder ein Konzept, noch hat man den strukturellen Erfordernissen (Infrastruktur, Läden, Betriebe, Dorfzentrum etc.) ausreichend Rechnung getragen. Es ist denkbar, daß Wittnau sich in den kommenden 30 Jahren in ähnlicher Weise fortentwickelt. Das lehnen 90 % der Bürgerschaft ab. Hier zeigt sich, daß sich das Bewußtsein, Dorfcharakter und Landschaft zu erhalten, inzwischen deutlich gewandelt hat.

„Eigenentwicklung“ oder Zuzug von außen

Die Frage des weiteren Wachstums hängt in erster Linie davon ab, wie viele Einwohner von außen (z.B. Freiburg) nach Wittnau ziehen; denn in den vergangenen 30 Jahren ist Wittnau vor allem durch den Zuzug von außen gewachsen. Die neu Zugezogenen machen ca. 75 % der Einwohnerschaft aus. Nun ist Wittnau im Regionalplan ausdrücklich als ein Ort mit „Eigenentwicklung“ ausgewiesen. Das bedeutet: Grundstücke für die Wohnbebauung in Neubauge-bieten dürfen nur von Wittnauer Bürgern erworben werden, ausdrücklich nicht von außen Zuziehenden. Daß man sich in den 30 Jahren nicht an diesen Grundsatz gehalten hat, ändert nichts an dessen Gültigkeit. Und bei der schwindenden Baulandreserve gewinnt dieses Gebot natürlich an Gewicht!

Befragt, ob ein Zuzug wie in den letzten 30 Jahren auch in der Zukunft wünschenswert ist, antworteten 52 % der Befragten mit „nicht für wünschenswert“, 17 % mit „wünschenswert“ und 30 % waren unentschieden. Es gibt hier also keine ganz eindeutige Tendenz. Das ist auch gut nachvollziehbar: Es ist selbstverständlich zu wünschen, daß auch in Zukunft Personen von außen nach Wittnau ziehen können. Es gibt auch in Wittnau einen freien Grundstücksmarkt. Wenn Personen von außen zuziehen wollen, so müssen sie ein Grundstück auf dem Markt erwerben. Das ist eine Frage von Angebot und Nachfrage. Damit ist durchaus ein Zuzug möglich, aber nicht in völlig ungeregelter Weise. 75 % der Befragten hielten diese Zuzugs-möglichkeit für ausreichend.

Entwicklung eines Planungskonzepts für 30 Jahre

Drei Viertel der Befragten sind der Auffassung, daß die bauliche Entwicklung der Vergangenheit sich so nicht fortsetzen darf. Diese lief nach folgendem Muster: Es schien eine Liste von ortsansässigen Bauwilligen zu geben. Deshalb beschloß der Gemeinderat die Erschließung eines Neubaugebietes. Da jedoch ein wirklicher Bedarf an Grundstücken für Wittnauer Bürger nicht bestand, wurden das Bauland an zuziehende Personen verkauft, die dort bauten. Nach einigen Jahren gab es wiederum eine Liste von bauwilligen Bürgern. Der Vorgang wiederholte sich…..

Daher meinen 77 % der Befragten, daß der Gemeinderat ein langfristiges Konzept erarbeiten und beschließen soll, wie noch außerhalb des Landschaftsschutzgebietes liegende Flächen in der Zukunft genutzt werden sollen. Dabei ist auch an eine umweltverträgliche Gewerbeansiedlung zu denken. Vor allem aber an künftige Generationen!

Ausdehnung des Landschaftsschutzgebietes

Die Grenzen des bebauten Ortes Wittnau stoßen an vielen Stellen an das Landschaftsschutzgebiet, das grundsätzlich nicht bebaut werden darf. Allerdings gibt es einige landschaftlich besonders exponierte Flächen (z.B. oberhalb von Biezighofen), die nicht im Landschaftsschutzgebiet liegen. Soll man solche Flächen in das Landschaftsschutzgebiet aufnehmen? 80 % der Befragten waren der Auffassung, daß für solche sensiblen Flächen das Landschaftsschutzgebiet ausgedehnt werden soll.

Zusammenfassung:

Kernergebnis der Befragung ist: Die Dorfstruktur und die Landschaft um Wittnau müssen erhalten werden. Der Gemeinderat soll ein Konzept entwickeln, wie die letzten Baulandreserven in den kommenden 30 Jahren genutzt werden sollen.

Der Fragebogen und eine ausführliche Darstellung der Befragungsergebnisse sind auf dem Rathaus erhältlich.

Arbeitskreise

Arbeitskreis Klimaschutz Wittnau

Im Juli 2020 hat der Wittnauer Gemeinderat beschlossen, Ein Klimaschutzkonzept zu entwickeln. Ziel ist, die CO2-Emissionen der Gemeinde bis 2030 Um 50 % zu reduzieren und mittelfristig klimaneutral zu werden. Um dieses anspruchsvolle Ziel zu erreichen, müssen nun geeignete Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden. Dafür wurde ein Arbeitskreis Klimaschutz eingerichtet, der entsprechende Empfehlungen für den Gemeinderat erarbeiten soll. Bürgerinnen und Bürger, die an einer Mitarbeit in diesem Arbeitskreis interessiert sind, können sich auf dem Rathaus melden.

Kontakt:

Jürgen Lieser
Telefonnummer: 0761 66521
E-Mail schreiben

Jörg Bleile
Telefonnummer: 0761 403221
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Arbeitskreis Spiel- und Freizeitfläche